archiv/ 'lyrik'

frühlingsversprechen

das licht birgt
eine leere
eine angemessene
kühle verheißungsvoll
und ehrlich


#

die fähigkeit
zu sterben
die bewußtheit darüber
verlieren


die krähe

vor meinem küchenfenster
die sich von einem ast aus
so lässig wie sicher
in den flug fallen läßt
so leicht und schön
selbstverständlich
sind die luft und
das leben
eine lust


#

mit den jahren
öffnen sich die räume
wenn ich die augen schließe
schließt ein licht
auf


im krieg

der feind
ist immer das
was du nicht kennst
der feind
das bin ich
also du selbst
zuletzt


#

das tiefe blau
ist leicht gebogen
mir zugeneigt
so
könnte man sagen
oder bereit
bei bedarf


#

das eigene fleisch
schmeckt
nach blut